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Mit dem Audi RS e-tron GT zur Wartburg – ein Roadtrip mit Tiefgang

Mit dem Audi RS e-tron GT zur Wartburg – ein Roadtrip mit Tiefgang 1

Mit dem Audi RS e-tron GT führt mich mein erster langer E-Roadtrip durch Deutschland ins Land der Dichter und Denker. In Thüringen, hoch über Eisenach, wird die Wartburg zum unerwarteten Wendepunkt und zur Geschichte, die alles verändert

Manche Reisen plant man über Jahre hinweg. Sie sind wie ein stiller Wunsch, den man in sich trägt, irgendwo zwischen Sehnsucht und Neugier. Vor allem, was das Auto für diesen Roadtrip betrifft. Und dann kommt der Moment, in dem man dieses Abenteuer beginnt. Dann war es so weit. Meine erste lange Erkundungstour mit einem Elektroauto durch Deutschland konnte beginnen. Thüringen war meine Wahl. Eine Region, die ich bis dahin nur vom Durchfahren kannte. Aber ich wollte endlich hinein, nicht nur daran vorbeifahren. In das Land der Dichter und Denker, in die Landschaften von Goethe und Schiller, Bauhaus und Geschichte.

Das Auto? Ein Audi RS e-tron GT – kraftvoll, futuristisch und doch überraschend poetisch. Denn dieses Auto fährt nicht einfach. Es gleitet – leise, aber präsent, wie ein Gedanke, der nicht mehr weggeht. 

Zwei Orte hatte ich mir ausgesucht: Weimar und die Wartburg in Eisenach. Doch es war die fast 1000 Jahre alte Wartburg, die alles veränderte.  

Die Wartburg – ein Ort voller Mythen

Seit Jahren war es mein Traum, diese Burg, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, zu besuchen. Nicht nur, weil ich Burgen liebe, sondern auch, weil sie von vielen Mythen umwoben ist, die sich durch die Jahrhunderte hindurchziehen. Martin Luther hat hier die Bibel übersetzt, während ihm der Legende nach der Teufel erschien. Der berühmte Tintenfleck, den Luther hinterließ, nachdem er sein Tintenfass nach dem Teufel geworfen hatte, soll immer noch an der Wand sichtbar sein. Inzwischen ist der Fleck längst verblasst und wird von den liebevollen Mitarbeitern der Burg regelmäßig „aufgefrischt“, damit sich zukünftige Besucher weiterhin an ihm erfreuen können. 

Der Sängerkrieg und die Kraft der Worte

Und dann sind da die Minnesänger, die mich faszinieren – diese mittelalterliche Welt aus Musik, Rivalität und Poesie. In der großen Halle der Burg erinnert bis heute eine Inschrift an den berühmten Sängerkrieg, den wohl bekanntesten Wettstreit der Minnesänger. Der Sängerkrieg selbst ist vielleicht weniger ein historisch gesichertes Ereignis als eine literarische Verdichtung, ein Mythos, der zeigt, welche Bedeutung Worte damals hatten. Nicht Schwerter, sondern Verse standen im Mittelpunkt.

Es heißt, dass berühmte Dichter wie Walther von der Vogelweide, dessen Sprache bis heute wie reine Sehnsucht klingt, und Wolfram von Eschenbach, der große Erzähler des inneren Weges und der Grals-Suche, hier gegeneinander antraten. Ihre Lieder waren mehr als nur Unterhaltung, sie waren eine Art Weltdeutung. 

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Bei der Hinfahrt und all die Jahre davor dachte ich, das wäre der emotionale Kern meines Besuchs. Ich irrte mich. Denn als ich die Hallen betrat, begegnete mir etwas ganz anderes. Etwas, das mich bis heute nicht loslässt. Eine Geschichte, die nicht laut, sondern still ist und gerade deshalb so unerträglich berührend.

Elisabeth von Thüringen: Die unerwartete Begegnung

Ich muss gestehen: Vor diesem Tag hatte ich überhaupt nichts von ihr gehört. Wieder eine Frau, deren Taten durch das Patriarchat unterdrückt wurden und außerhalb ihrer Grenzen in Vergessenheit gerieten. Und dann stand ich dort und begegnete einer jungen Frau aus dem 13. Jahrhundert, deren Schicksal so radikal und so menschlich war, dass es alles andere überlagerte.

Denn manchmal sind es nicht die Geschichten, wegen derer wir kommen, die uns verändern, sondern jene, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie auf uns warten.

Die Gemächer der Heiligen Elisabeth von Thüringen auf der Wartburg sind ein Ort voller Geschichten und Legenden, die von ihrem Leben und Wirken erzählen. Ich stehe in der Elisabethkemenate, ihrer Kaminstube, und betrachte die aufwendigen Mosaikdarstellungen an den Wänden, die von ihrem kurzen, aber ereignisreichen Leben erzählen. Kaiser Wilhelm II. ist der Stifter und ließ sie von 1902 bis 1906 errichten. Der Überlieferung nach soll der Sängerkrieg am 7. Juli 1207 stattgefunden haben – dem Tag, an dem die ungarische Königstochter geboren wurde.

Symbolzahl 7

Ein Datum, das sich wie ein Symbol anfühlt: Poesie und Heiligkeit, weltliche Kunst und spirituelle Tiefe vereint in einem einzigen Moment. Drei Mal die Zahl Sieben, die heiligste im kulturellen Kontext. Sie symbolisiert Vollständigkeit und Göttlichkeit. 

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Ich fühle mich ihr verbunden, denn auch ich bin am 7. Juli geboren. Ein Zufall? Natürlich. Und doch fühlte es sich an, als hätte mich diese Burg nicht nur empfangen, sondern auch angesprochen. 

Elisabeth wurde im Alter von vier Jahren mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verheiratet und lebte fortan auf der Wartburg. Eine Zweckehe für ein politisches Bündnis. Ein Leben, das ihr vorgezeichnet war, lange bevor sie überhaupt verstehen konnte, was Leben bedeutet. Und trotzdem – vielleicht das größte Glück in ihrem tragischen Schicksal – entstand aus dieser arrangierten Verbindung tatsächlich Liebe. Doch auch dieses Glück hielt nicht lange.

Ihr Mann starb auf dem Weg zu den Kreuzzügen. Mit nur zwanzig Jahren war Elisabeth Witwe und Mutter von drei kleinen Kindern. Das Leben, das man ihr gegeben hatte, wurde ihr ebenso schnell wieder genommen. Sie wurde von der Wartburg von ihrem Schwager vertrieben. 

Das Rosenwunder

Sie war für ihre tiefe Frömmigkeit, ihre Wohltätigkeit und ihre Fürsorge für Arme bekannt. Das Rosenwunder ist wahrscheinlich die berühmteste Legende über Elisabeth von Thüringen. Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, steht natürlich in den Sternen, doch die Legende erzählt, wie die Menschen sie empfanden. Elisabeth war als Landgräfin dafür bekannt, nicht in höfischer Distanz zu leben, sondern die Armen zu versorgen. Heimlich trug sie Brot und Lebensmittel, manchmal auch Geld aus der Burg hinaus, um es zu verteilen. Und das war nicht gern gesehen. Eines Tages – so erzählen es die alten Geschichten – wurde sie auf dem Weg zu den Bedürftigen von einem Verwandten oder einem Hofbeamten abgefangen. Man fragte sie streng, was sie unter ihrem Mantel trägt. Elisabeth antwortete, sie habe Rosen bei sich. Der Mann verlangte jedoch, sie solle den Mantel öffnen. In dem Moment, als sie ihn öffnete, hatte sich das versteckte Brot in einen Strauß wunderschöner Rosen verwandelt.

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Nach dem frühen Tod ihres Mannes widmete sie sich verstärkt karitativen Aufgaben. Sie hätte in den Komfort zurückkehren können. In Sicherheit. In irgendein höfisches Arrangement. Doch sie tat das Gegenteil: Sie legte ihre Krone als Zeichen ihrer christlichen Demut nieder, baute ein Hospital und pflegte die Kranken persönlich. Sie verschenkte ihr restliches Leben an die Bedürftigen. Es heißt, sie sei im Jahr 1231 im Alter von nur 24 Jahren verstorben – ausgemergelt und ausgezehrt, weil sie all ihre Energie im Hospiz aufgewendet hatte. Bereits 1235 wurde sie im italienischen Perugia vom Papst Gregor IX. heiliggesprochen.

Aufbruch in die elektrische Freiheit

Die Wartburg ist mein Sehnsuchtsort. Ich wollte sie wegen eines Tintenflecks besuchen – doch stattdessen schrieb sie mir eine Spur ins Herz. Wieder einmal zeigte sich: Der Mensch plant, Gott lacht. 

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Der Audi RS e-tron GT war dabei mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Dieses Auto war meine Begleitung. Kein Motorlärm, nur Stille und Landschaft. Man fährt anders elektrisch – aufmerksamer und bewusster. Als ich später wieder von der Wartburg wegfuhr, trug ich Elisabeths Geschichte wie ein Gewicht in mir. Aber auch das Bewusstsein, dass mein Leben im Vergleich zu ihrem frei ist. 

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Es ist nicht ohne Widerstände und nicht ohne das Echo eines Patriarchats, das auch heute wieder häufiger spürbar ist. Aber dennoch bin ich dankbar. Dankbar, dass ich diesen Roadtrip machen konnte. Dass ich als Frau heute losfahren darf. Dass ich als Frau entscheiden darf. Dass ich als Frau schreiben darf. Und für diese Freiheit werde ich weiterhin meine Energie einsetzen.

Die Wartburg erinnert mich daran, dass Reisen mehr ist als nur Bewegung. Damals waren es Verse, die zu ihr führten, heute ist es das elektrische Reisen. Was auch immer der Grund für das Aufsuchen war oder ist, die Sehnsucht bleibt dieselbe: (Nächsten)Liebe und Freiheit.

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Audi RS e-tron GT (2024) – technische Eckdaten

Der RS e-tron GT vereint elektrische Kraft und Sportwagen-Ästhetik auf beeindruckende Weise:
Mit 646 PS sprintet er in nur 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Die Reichweite liegt bei bis zu 472 Kilometern, während die Batterie (brutto/netto) 93,4 kWh / 83,7 kWh umfasst.

Dank einer Ladeleistung von bis zu 270 kW ist auch auf langen Strecken schnelles Nachladen möglich (o%-80% in 23 Minuten)
Der kombinierte Energieverbrauch nach WLTP beträgt 20,6–22,5 kWh/100 km.


Wo Geschichte auf Komfort im Herzen Eisenachs trifft – Vienna House by Wyndham Thüringer Hof in Eisenach


Mitten im historischen Stadtkern von Eisenach liegt das Hotel, das Tradition und Komfort auf sehr charmante Weise verbindet. Schon beim Betreten spürt man den besonderen Charakter des Hauses: eine imposante Treppe, ein mächtiger Kronleuchter in der Lobby, ein Hauch von Geschichte, ohne dabei altmodisch zu wirken.
Von hier aus lässt sich das sympathische Eisenach historisch und kulinarisch wunderbar zu Fuß entdecken. 
Auch für nachhaltige Reisen ist gesorgt: Tiefgarage, Parkplätze und drei E-Ladestationen machen das Vienna House zu einem idealen Ausgangspunkt – besonders für einen Road Trip mit dem Audi RS e-tron GT.

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Dankeschön!

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Diese Reise wäre nicht dieselbe gewesen ohne meine Kollegin Liza Kellner von Audi AG. Die gebürtige Thüringerin hat mich mit einer Herzlichkeit zu all diesen besonderen Plätzen geführt. Ihre Perspektive hat diesen Road Trip nicht nur bereichert, sondern ihm Tiefe gegeben.

Ein besonderer Dank gilt Thüringen Entdecken für die hervorragende Organisation dieser Reise. Sehr geschätzt habe ich zudem die Möglichkeit, die weimar card Plus zu testen. Das Angebot richtet sich an kulturinteressierte Reisende, die innerhalb von 96 Stunden mit nur einem Ticket zahlreiche kulturelle Einrichtungen und historische Orte besuchen möchten – unter anderem in Weimar und Eisenach, einschließlich der Wartburg. Ein durchdachtes und praktikables Konzept, das kulturelles Reisen vereinfacht und planbar macht.


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