Mit Skoda Elroq zum Silver Frame Film Festival in Srebrenica: Wo Nachhaltigkeit den Ton angibt
Manche Reisen trage ich mir jedes Jahr fest in den Kalender ein. Die Fahrt nach Srebrenica zum Silver Frame Film Festival gehört dazu – in diesem Juli bereits zum dritten Mal. Diesmal gleich mit doppelter Mission: Gemeinsam mit dem Goethe-Institut Bosnien und Herzegowina und mit Unterstützung von Škoda BiH durfte ich den International Green Short Film Award überreichen – und den Weg dorthin legte ich vollelektrisch im neuen Škoda Elroq zurück. Was mich die Reise gekostet hat? Nur so viel vorab: Nachhaltig war sie allemal – und damit das perfekte Match zu einem Award, bei dem sich alles um Nachhaltigkeit dreht. Die genaue Bilanz gibt es am Ende des Artikels.

Ein Festival, das Leben zurückbringt
Gegründet wurde das Festival vom Filmemacher Ado Hasanović, der selbst aus der Region stammt. Seine Vision: Leben in eine Stadt zurückzubringen, die die meisten nur als Ort des Genozids von 1995 kennen – und jungen Menschen aus Srebrenica, Bratunac und Umgebung eine echte Perspektive zu geben. Der „silberne Rahmen“ im Namen steht dabei für die Verbindung von Erbe und Gegenwart: ein Ort, an dem Bilder, Geschichten und Kreativität neu Gestalt annehmen.

Genau deshalb engagiert sich auch das Goethe-Institut hier. Simone Voigt, Direktorin des Goethe-Instituts BiH, brachte es bei der Eröffnung auf den Punkt: Kunst und Kultur sollen mehr Bewusstsein für Umweltprobleme und Klimawandel in Bosnien und Herzegowina schaffen – und zugleich der jungen Generation eine Zukunft eröffnen. Film sei dafür ein besonders kraftvolles Medium: Er erzählt bewegende Geschichten, regt zum Nachdenken an und fordert zum Handeln auf.

Sechs Filme, ein Thema: Verlust
Das Herzstück der Kooperation ist der International Green Short Film Competition. Denn Srebrenica ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Ort von beeindruckender Natur – mit Bergen und der Drina, die von Mülldeponien und Abwässern massiv verschmutzt wird. Kaum jemand schaut hin. Genau das soll sich ändern.

Kuratiert hat das 78-minütige Wettbewerbsprogramm die Berliner Film- und Medienexpertin Borjana Gaković, seit 2020 im Auswahlkomitee von DOK Leipzig. Sechs aktuelle Kurzfilme hat sie ausgewählt – von Grönland bis Kanada, von Frankreich bis Rhodos. Alle kreisen um ein Thema: den Verlust. Und doch blicken sie nicht zurück, sondern nach vorn – auf eine Zukunft, die bedroht ist.


Die Jury – Nebojša Jovanović (Talents Sarajevo), Fotografin und Kulturproduzentin Aida Redžepagić und Valentina Gagić Lazić (Vereinigung Sara Srebrenica) – war sich einig: Der Award ging an „Sikoqqinngisaannassooq“ von Adam Sébire, einen eindringlichen Film über das verschwindende Eis Grönlands. Ein einstimmiges Votum – und zugleich der Favorit des Publikums.
Mich persönlich hat diese Wahl besonders gefreut – der Film war auch mein Favorit. Dabei muss ich sagen: Alle sechs Filme waren thematisch unglaublich stark, jeder auf seine ganz eigene Art. Aber dieser Film mit dem für mich unaussprechlichen Titel brachte auf den Punkt, was gerade passiert – was Klimawandel wirklich bedeutet. Am meisten beeindruckt haben mich die Begriffe, die immer wieder in den Schnee geritzt wurden, jeder mit einer eigenen Bedeutung, die meisten rund um das Eis. Es ist unfassbar: Die grönländische Kultur kennt eigene Wörter für das Verschwinden des Eises – Wörter, die es in unserer westlichen Kultur schlicht nicht gibt.

Der Titel selbst ist übrigens ein ganz neues Wort: Die Kinder der Insel erschufen es während der Dreharbeiten gemeinsam mit Regisseur Adam Sébire – sikoqqinngisaannassooq, eine Zukunft ohne Meereis. Für das Verschwinden ihres Eises musste diese Sprache also erst ein Wort erfinden – und es waren die Kinder, die es taten, genau die Generation, die in dieser Zukunft leben wird. Und der Film machte bildgewaltig klar, dass das, was dort geschieht, uns alle betrifft, weltweit. Jede Sekunde trug eine Botschaft.
Begegnungen, die bleiben
Dass Silver Frame mehr ist als vier Tage Kino, zeigten Gäste wie das Berliner Schauspieler- und Filmemacherpaar Barbara Sotelsek und Carsten Clemens, die zur Weltpremiere ihres Kurzfilm-Westerns anreisten. Carsten gab einen Schauspiel-Workshop für Jugendliche des lokalen Theaterclubs – und war begeistert von deren Offenheit und Talent. Für Barbara, deren Familie bosnische Wurzeln hat, war es die erste Rückkehr seit den Neunzigern.

Einer der bewegendsten Momente des Festivals lag jedoch abseits der Leinwand: der Besuch bei den Müttern von Srebrenica, zu dem ich Barbara und Carsten sowie zwei wunderbare Festivalbesucherinnen aus Serbien mitnahm. Es sind Begegnungen wie diese, die zeigen, was diesen Ort ausmacht: den Schmerz anzunehmen, Respekt zu zollen – und trotzdem gemeinsam zu lachen und einen Kaffee zu trinken. Gerade in dieser Runde, mit Gästen aus Deutschland und Serbien, wurde spürbar, wie viel Hoffnung und Aufbruch in Srebrenica steckt.

Was viele nicht wissen: Das Silver Frame Film Festival findet im Rahmen des Emmaus Bootcamps statt, das jedes Jahr im Juli junge Menschen aus aller Welt nach Srebrenica bringt. Sie besuchen Workshops, lernen einander kennen – und können direkt beim Festival mitwirken. Genau das liegt Ado Hasanović besonders am Herzen: die Begegnung mit den Jugendlichen – und vor allem die Verantwortung gegenüber den jungen Menschen aus Srebrenica. Sie sollen endlich eine Bühne bekommen, um ihr Talent zu zeigen. Ein Talent, das dem internationalen Markt in nichts nachsteht.

Die Filme, die während des Festivals in Srebrenica und Umgebung im Rahmen eines Workshops gedreht wurden, laufen beim internationalen Sarajevo Film Festival, das in diesem Jahr vom 14. bis 21. August stattfindet.
Steinerne Zeugen: Die Stećci von Potočari
Ein weiterer Weg führte uns zu den Stećci in Potočari – jenen monumentalen mittelalterlichen Grabsteinen, die es so nur in Bosnien und Herzegowina und den angrenzenden Regionen gibt. Zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert entstanden, erzählen sie mit ihren Reliefs von Jägern, Tänzern, Sonnen und Halbmonden vom Leben der Menschen im mittelalterlichen Bosnien. Seit 2016 gehören ausgewählte Stećci-Nekropolen zum UNESCO-Welterbe.

Für die Region um Srebrenica sind sie von besonderer Bedeutung: Sie belegen, wie alt und reich die Siedlungsgeschichte dieses Landstrichs ist. Schon die Römer bauten hier Silber ab – die antike Bergbaustadt Domavia lag ganz in der Nähe, und dem Silber verdankt Srebrenica bis heute seinen Namen. Die Stećci führen diese Geschichte ins Mittelalter fort, als die Gegend ein bedeutendes Bergbau- und Handelszentrum war. Wer vor diesen Steinen steht, begreift: Srebrenica ist ein Ort mit einer jahrhundertealten, würdevollen Geschichte – weit mehr als das eine Kapitel, auf das es so oft reduziert wird.

Elektrisch durch Ostbosnien
Zu einer grünen Filmpreis-Mission gehört selbstverständlich auch eine grüne Anreise. Und so machte ich mich in Sarajevo im neuen Škoda Elroq auf den Weg – vollelektrisch, versteht sich. Škoda BiH sponserte nicht nur das Preisgeld des Awards, sondern stellte auch das Fahrzeug für die Reise.

Die Strecke hat es in sich: Von Sarajevo geht es Richtung Norden über Olovo, durch dichte Nadelwälder und entlang des Flusses Krivaja, dann weiter durch das ostbosnische Hügelland Richtung Bratunac und schließlich nach Srebrenica. Kurven, Steigungen, Gefälle – genau das Terrain, bei dem viele noch immer glauben, ein Elektroauto käme an seine Grenzen.

Das Gegenteil ist der Fall. Der Elroq nimmt die Anstiege mühelos, und bergab holt sich die Rekuperation einen guten Teil der Energie zurück. Leise gleitet man durch Landschaften, die zu den schönsten des Landes gehören – und kommt entspannt an, wo andere noch an der Tankstelle stehen.

Und der Kreis schließt sich weiter: Wie schon im vergangenen Jahr wird beim internationalen Sarajevo Film Festival, das in diesem Jahr vom 14. bis 21. August stattfindet. wieder eine rein elektrische VIP-Flotte unterwegs sein – diesmal ausschließlich mit Škoda-Modellen. Mit dabei: unser Elroq, der seinen Anfang in der Filmbranche beim Silver Frame Film Festival fand und nun beim Sarajevo Film Festival weiterfährt.
Und wie oft musste ich wohl laden? Für die komplette Reise – kein einziges Mal!!!

Und was hat der ganze Spaß nun gekostet? Lädt man mit 1 BAM pro kWh, sind die verbrauchten 62 kWh gerade einmal rund 62 BAM – etwa 32 Euro für 443 Kilometer, obwohl die Klimaanlage bei der sommerlichen Hitze durchgehend auf voller Power lief – und wir auf der Rückfahrt zu fünft samt Gepäck unterwegs waren. Und das wohlgemerkt auf bosnischen Landstraßen mit ordentlich Höhenmetern – der Elroq blieb damit sogar deutlich unter seinem WLTP-Verbrauch. Wer jetzt noch behauptet, mit dem E-Auto könne man keine Reisen machen, den nehme ich gerne mal mit nach Srebrenica!
