THE JAPANESE BY THE CHEDI ANDERMATT

Im japanischen Gourmet-Tempel der Superlative

Luxus Après Hiking oder Ski und leichte Kost – wir besuchten The Japanese by The Chedi Andermatt, das höchst gelegene japanische Gourmet-Restaurant in der Schweiz

Meine Etappen

THE JAPANESE BY THE CHEDI ANDERMATT

Im japanischen Gourmet-Tempel der Superlative

Luxus Après Hiking oder Ski und leichte Kost – wir besuchten The Japanese by The Chedi Andermatt, das höchst gelegene japanische Gourmet-Restaurant in der Schweiz

Meine Etappen

Es muss doch irgendwo hier sein?!? Bin ich tatsächlich am Fünfsterne Deluxe Hotel The Chedi Andermatt vorbeigefahren? Einem der Leading Hotels of the World? Doch, bin ich!

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Mein auffälliger Begleiter

Dafür fällt mein mobiler Begleiter umso mehr auf. Der Audi RS Q3 Sportback in Turboblau zieht regelrecht die Blicke auf sich. Mich hat er auch in den Bann gezogen vom ersten Ride an. Die 400 Pferdestärken gleiten flüssig über die Serpentinen der Schweizer Alpen hoch. Nur noch die kurvenreiche Oberalpstrasse hoch und dann bin ich schon da. Ich erwartete eine auffällige Einfahrt oder ein übergroßes Schild. Doch alles ist ruhig und zurückhaltend, wie die wunderbare Schweiz selbst.

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© Mirella Sidro
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© Mirella Sidro

Nur noch die kurvenreiche Oberalpstrasse hoch und dann bin ich schon da. Ich erwartete eine auffällige Einfahrt oder ein übergroßes Schild. Doch alles ist ruhig und zurückhaltend, wie die wunderbare Schweiz selbst. 

Ich fahre in die unauffällige Einfahrt des Luxustempels. Chedi bedeutet nichts anderes als Tempel auf thailändisch. „Was für ein tolles Blau! Willkommen“ strahlt mich der Portier an.

Der Empfang ist herzlich und alles andere als steif. Ich stehe vor einem Haus mit Holzverkleidung, das sich wunderbar an die umgebende Natur anpasst. Wir befinden uns jetzt schon in luftiger Höhe von 1447 Meter. Ich betrete das von der Außenfassade her minimalistische Haus. Innen eröffnet sich mir eine asiatische Ruheoase, die ihren alpinen Charme nicht vernachlässigt hat. Bauelemente wie Naturstein und Holz dominieren die reduzierte Innenarchitektur, die gar nicht drückend wirkt aufgrund der sehr hohen Decken. Auch hier zieht sich das alpine-asiatische Thema durch.

THE CHEDI ANDERMATT meets James Bond

A wonderful experience in the mid of the Swiss alps.
Luxury, recreation and adventure!
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© The Chedi Andermatt

Hoch, höher, the Chedi Andermatt

Der Mitarbeiter am Empfang lächelt mich an: „Schön, dass Sie unser Gast sind! Sie werden schon oben auf dem Berg erwartet.“ Mit oben meint er das im Dezember 2019 eröffnete The Japanese by The Chedi Andermatt. Für mich geht es hoch auf 2300 Meter Höhe mit einer Gondel zum Andermatter Hausberg Gütsch. Diese Art von road trip in die Berge ist eine Wonne für meine Augen – schneebedeckte Spitzen soweit mein Blick reicht. Schon erscheint die Hütte am Horizont. Ein moderner Stein- und Holzbau, wie aus dem Felsen herausgewachsen. Ich steige aus. Zum Eingang sind es keine 10 Schritte.

Execute Director trifft auf Sushi Masters

Das Interieur ist auf das Wesentliche reduziert und modern, einem Feng Shui Prinzip gleich. Nichts ist zu wenig oder zu viel. Alles ist in Balance. Executive Chef Dietmar Sawyere ist schon hinter der Theke an seinen Kreationen dran zusammen mit seinen Sushi Meistern. 2016 übernahm er die Küche im The Japanese Restaurant im Haus. Schon ein Jahr danach wurde es unter seiner Führung mit einem Stern von Guide Michelin und 16 Punkten von Gault Millau ausgezeichnet.

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© The Chedi Andermatt
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© Mirella Sidro

Daniel Merk, Manager des höchst gelegenen japanischen Restaurants in der Schweiz und Sake Sommelier, begleitet mich zu meinem Tisch auf der Terrasse. Ich habe einen wunderbaren Platz neben der Bar und einen Ausblick auf die Berge. Es weht eine kühle Brise und die Sonne scheint. Es war mutig, ein japanisches Gourmet Restaurant in dieser Höhe zu eröffnen gleich neben einer Skipiste. „Wir haben unser Konzept aus dem Hause einfach ‚nach oben‘ übertragen. Nachdem wir unsere Pforten öffneten wurden wir regelrecht überrannt. 

Diese Kombination aus Luxus Après Ski, live Krug Party mit DJ auf der Terrasse und leichte Küche kommt bei unseren Gästen sehr gut an. Wir wurden auch schon mit 14 Punkten von Gault Millau belohnt. Jetzt hast Du sicherlich Hunger!“ Daniel lächelt während er mir einen Genmaicha einschenkt. Ich habe Hunger. Die frische Bergluft ist schuld daran … Und natürlich die Neugierde auf die Küche, die auch außerhalb der Schweizer Grenzen bekannt ist und sehr großen Anklang findet. Einige Wochen müssen Gäste teilweise auf einen Tisch warten, da der Andrang sehr groß ist. Nur 38 Sitzplätze zählt das Restaurant, 34 die Terrasse. First Come First Serve – fair play wird großgeschrieben.

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© The Chedi Andermatt

Ich lerne viel über die japanische Küche während der Gänge. Ihr Sushi Meister kommt auch aus Japan. „Als er bei uns anfing trafen wir ihn verzweifelt in der Küche abends an. Er erklärte uns, er sei traurig, weil er keinen guten Job getan hätte. Wir waren überrascht über seine Reaktion und fragten wie er darauf käme?!? Er zeigte auf die halb vollen Teller, die ihm vermittelten, dass es den Gästen nicht geschmeckt hätte. Wir mussten ihm erklären, dass dies in Europa nicht zutreffe. In Japan isst man seinen Teller leer aus Respekt zur Küche. Bei uns in Europa … Nun ja …“ Das stimmt mich nachdenklich. Ich erinnere mich an ein Lunch mit einer guten Freundin, die sehr lange in Japan gelebt hat. Wir hatten uns bei unserem Asiaten verabredet. Sie versuchte die letzten Reiskörner mit ihren Stäbchen aus der Schüssel zu fischen. „Na, Dir muss es richtig gut schmecken“, kommentierte ich ihren mir fremden Vorgang ironisch. Sie lächelte und antwortete: „In Japan heißt es in einer Weisheit: ‚In jedem einzelnen Reiskorn steckt die Arbeit eines Bauern‘.“ Sprach und pickte weiterhin ruhig ihre Körner auf. Seitdem tue ich das auch.

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© The Chedi Andermatt
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© The Chedi Andermatt
Während ich über diese Geschichte nachdenke, geht Daniel in die Küche, um mir meinen nächsten Gang zu bringen: Nagiri, Sashimi, Uramaki. Es sind Kunstwerke auf feinster Keramik. Ich halte dennoch inne. Daniel sieht mich an: „Du isst keinen rohen Fisch!“ Es stimmt. Vor Jahren habe ich es probiert und es ging nicht gut aus. Doch wie kann ich diese liebevoll zubereiteten Platten wieder zurückgehen lassen? Ich sehe den japanischen Sushi Meister vor mir und sein trauriges Gesicht. Eine halb gefüllte Platte zu sehen ist schlimm genug, aber eine ganze!?! „Es ist wirklich kein Problem, ich kann sie wieder zurücknehmen. Wir werden Dir was anderes zubereiten. “ Ich will über meinen Schatten springen. „Ich werde es probieren.“ „Bist Du sicher?“ Ja, bin ich! Die Entscheidung ist gefallen. Ich sitze in einem der besten japanischen Restaurants, dessen Mitarbeiter sich rührend um mich kümmern und mir ihre exzellente kulinarische Welt präsentiert. Das Ergebnis ist: ich esse alle Platten leer! Die Shrimps sind ein Geschmackserlebnis, stammen sie aus der Nachbarschaft in der Region, die bei Bestellung gefischt werden. Sogar vom Wasabi bleibt nichts übrig, der heller in seiner Farbe ist und milder im Geschmack. „Wir mahlen unser Wasabi selbst und lassen die frische Knolle liefern“, erklärt mir Daniel und grinst über die leeren Platten. „Ich möchte gerne Euren Sushi Meister zum Lächeln bringen“ erwidere ich verlegen. „Wusstest Du, dass Sushi in Japan Fingerfood ist?“ Nein wusste ich nicht und ich hätte es nicht gewagt, das auch noch zu auszuprobieren.
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© The Chedi Andermatt
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© The Chedi Andermatt

Itadakimasu - Guten Appetit

Beliebte Spezialität ist Shidashi Bento, allerdings nicht klassisch in einer Box serviert, sondern in mehreren Porzellanschälchen. Die Misosuppe ist mit dabei wie erwartet. Ich löffle los. Daniel grinst wieder: „In Japan wird Miso Suppe als letzter Gang bei den Hauptspeisen gegessen. Bei uns wird sie nur als erster Gang serviert, weil es in Europa so üblich ist.“ Macht Sinn. Als flüssige Speise füllt sie angenehm den Magen. Vorher kann eine Suppe das Hungergefühl auch dämpfen. Wir können viel Nützliches von der japanischen Küche lernen, gilt sie nicht umsonst als eine der gesündesten weltweit. Von Udon mit Shrips, 24 Stunden eingelegten und dann gegrillten Fisch bis hin zum Algensalat mit Tofu ist alles dabei. Unter der Wein- und Sakebegleitung wird jeder etwas für seinen Gaumen finden. „Viele denken, Sake wäre ein Reisschnaps. Aber es ist viel mehr.“ Mit 111 verschiedenen Sorten ist es die erlesenste und größte der Schweiz. Gereicht wird er in original japanischen Sake Gläsern, die ich vorher so nie sah.

Lernen den Moment zu genießen

Ich genieße meinen alkoholfreien Weißwein zum Dessert. Ich habe sehr viel gegessen, aber auch viel dazu gelernt. Mein Magen und Geist sind wohl genährt. Ichi Go … Ichi E (übers. „nur für diese Zeit“) steht auf der ersten Seite der Menükarte. Genieße den Zeitpunkt jetzt. Im The Japanese by The Chedi Andermatt haben mir die Menschen und der Ort einzigartige Augenblicke geschenkt. Domo Arigato.

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© Mirella Sidro
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© Mirella Sidro

Mein mobiler Begleiter für den road trip

Audi RS Q3 Sportback in Turboblau

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