Muscat – vom Prunk der Sultanspaläste und dem Puls der Omanischen Renaissance

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Die Hauptstadt des Omans fasziniert mich seit der erstem Minute

Hast Du Dir einmal Gedanken darüber gemacht, was genau es ist, das dem Zauber des Orients ein Gesicht verleiht? Vielleicht ploppen bei diesen Überlegungen vor Deinem geistigen Auge Seifenblasen auf, in denen sich Deine längst staubbedeckten Kinderbuchträume spiegeln. Nutze Deine als Erwachsener neu gewonnene Weisheit, dass selbst Kinderbücher mit einer großen Portion Realität versehen sind und verwirkliche Deine Kindheitsträume, die dem Stern des Südens in den märchenhaften Orient folgen. In Muscat, der Hauptstadt des Sultanats Oman, verschmelzen die Artefakte der Epochen mit dem modernen Wahnsinn eines pulsierenden Lebens im Herzen metropolisierter Städtekultur. Werde Zeuge davon, wie sich im Antlitz architektonischer Meisterwerke die Energie des omanischen Wirtschaftszentrums mit der menschlichen Güte der Omanis zu einer unvergleichlichen Dynamik bündelt. In Muskat im Oman wird Dir in Form von kulturellen Top-Spots, dem traditionell arabischen Treiben in den quirligen Souks und der kühnen Attitüde der Luxus-Hotellerie ein Fächer voller Authentizität aufgeblättert. Dream big!

Alle Wege führen nach Muscat – omanische Reisedestination No. 1

Um Muskat im Oman kommt keiner herum. Ein Statement, welches akkurater nicht sein könnte. Denn von Deutschland aus steuern alle großen Vögel die Hauptstadt des Sultanats an. Muscat bildet den nördlichen Scheitelpunkt des Landes und ist – abgesehen von der vom Oman abgeschnittenen Enklave Musandam – die Stadt, die der iranischen Küste am nähesten kommt. Dazwischen liegen etwa 215 km Wasserkraft, die sich mit dem Golf von Oman zwischen beide Festlande schiebt. Omanischer Gegenpol Muscats ist mit Salalah das Bade-Mekka des Südens, welches Du zeitökonomisch via Inlandsflug erreichst. Alternativ kannst Du es bei einer 360°-Rundreise ansteuern, bevor Dich Muscat wieder in seine Arme schließt.

Surreales Muscat – unvergessene Impressionen mit Tiefgang

Wer erst einmal in Muscat den Fuß auf omanischen Boden gesetzt hat, spürt, wie sich die gesamte Magie arabischer Sehnsüchte unter der Fußsohle zu einer Energie ballt, die geradewegs ins Herz der Hauptstadt führt. Dort präsentiert sich Dir eine gar unwirklich-wahrhaftige Kulisse, für die allein Du theoretisch Deine gesamte Urlaubszeit aufwenden könntest. Um Dir im Wirrwarr der Schönheiten mit einem roten Faden Durchblick zu verschaffen, schnicke mit den vier sagenhaften Top-Highlights Muscats durch Raum und Zeit. Sie sind die Grundlage für den endgültigen Ausbruch Deines nie enden wollenden Entdeckergeistes und weitere epische Abenteuer im großartigen Hauptstadtzirkus.

Große Sultan Qaboos Moschee

Beim Besuch der Großen Sultan Qaboos Moschee beschleicht Dich mit hoher Wahrscheinlichkeit das verblüffende Gefühl, in einer Stadt für sich gelandet zu sein. Der monumentale Sakralbau strotzt nur so vor Opulenz und majestätischer Noblesse und könnte dem Sprühstoß eines Sahnesyphons entsprungen sein. Wie in einem schier unwirklichen Tortentraum ergießen sich luftig-zarte Sahnekugeln zu einer gigantischen Zentralkuppel und sechs Beikuppeln. Unvorstellbare 300.000 Tonnen indischer Sandstein krümelt sich zu einer pompösen Gebetshalle für Männer, einer nicht ganz so großzügigen Gebetshalle für Frauen und zwei Riwaqs, den typisch arabischen Arkadengängen. Fünf Minarette strecken ihre Fühler in den omanischen Himmel und repräsentieren die Säulen des Islams. Mit ihrer eigenwilligen Positur hat die Moschee im Mai 2001 nach sechs Jahren Bauzeit im Herzen der Stadt Platz genommen. Sie trägt den Namen von Sultan Qaboos, fasst insgesamt etwa 20.000 Gläubige und thront seither mit überlegener Eleganz.

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Die Sultan Quabos Moschee...
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... ist ein wunderschöner Bau.

Das Interieur der großen Schwester vom gleichnamigen Gotteshaus in Salalah wird von weißem Marmor in fondantartiger Textur garniert. Prächtige Fliesenmosaike illustrieren ornamentale Dekore. Ein 1,7-Milliarden-knotiger Perserteppich sowie ein mit acht Tonnen zu den größten der Welt gehörender Lüster zieren die imposante, 50 Meter extensive Kuppel. Etwa eine Million Kronleuchter-Kristalle aus dem Traditionshaus Swarovski bilden die Sahnekirsche in diesem märchenhaften Gebilde im Stil von Waffelbiskuit.

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Während des Ramadan finde ich hier Zeit zum Nachdenken.
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Der Garten ist wunderschön.

 

Von der unübersehbaren Existenz dieses wahr gewordenen Meisterwerkes islamischer Architektur inmitten grün-blühender Gärten kannst Du Dich längs der Sultan Qaboos Street im Wilayat Bawschar, einem Verwaltungsbezirk im Gouvernement Muscat, überzeugen. Täglich am Vormittag (außer freitags) öffnet der extravagante Komplex für Nicht-Muslime seine Pforten. Der Eintritt ist frei. Beuge Dich den Regularien strenger Zutrittskontrollen bereits im Vorhinein und verhülle nackte Hautpartien. Lediglich die Hände und Füße dürfen ab den Knöcheln frei bleiben. Frauen obliegt es, ihr Kopfhaar und den Hals zusätzlich mit einem Tuch zu bedecken. Eine islamische Abaya kannst Du am Eingang ausleihen. Deine Schuhe müssen vor dem Eintreten in die Gebetshalle ausgezogen werden. Wenn Dir der Barfußgang Unbehagen bereitet, stülpe einfach Socken über Deine Zehen, bevor Du Dich auf den Weg in die Tiefen islamischer Religion begibst.

Mutrah Souk

Wenn Dir mehr als ein Paar dunkle, gütige Knopfaugen bei Deinem Bummel durch Muscat neugierig entgegenblicken, eine seltsam geschäftige Unruhe die Saiten in Dir in freudiger Erregung erklingen lässt und ein holzig-balsamischer, mit Zitrusnoten versetzter Duft Deine Riechhärchen betört, bist Du im größten und ältesten omanischen Basar eingelaufen. Der legendäre Mutrah Souk hat schon mehr als 200 Jahre auf dem Buckel und war einst bedeutender Umschlagplatz für Handelswaren, die Frachtschiffe aus aller Herren Länder in den Hafen von Muscat manövrierten. Duftende Gewürze, edle Stoffe und feinstes Geschmeide wurden im antiken Souk gehandelt und haben auch heute trotz der Adaption an den zeitgenössischen Lebensstil der Araber nichts von ihrem Zauber verloren. Folge den Spuren wabernder Weihrauchdämpfe durch das schier endlose Labyrinth enger Gassen, vernimm in der Atmosphäre hängende Jasmin-Aromen und erkunde die Dufttradition von Attar – Parfumölen in hoher Konzentration.
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Das mystische Ambiente des alten Marktplatzes resultierte nicht zuletzt aus eng aneinander gedrängten, lehmigen Häuserfassaden. Diese wurden anno dazumal von Palmenblättern überspannt und schufen Korridore voller Geheimnisse. Sie erzielten dabei den willkommenen Effekt, den Einheimischen einen schattigen Zufluchtsort vor der unerbittlichen Kraft der Sonnenstrahlen zu bieten. Ein Fortbewegen in der Dunkelheit war oft nur mittels Lampen möglich. Die Omanis nennen den Mutrah Souk daher heute noch liebevoll „Al Dhalam Souq“, die arabische Variation eines schattigen Marktes.

Nachdem ein höchst inspiriertes Architekten-Team dem alten Souk ein neues, ästhetisches Gewand verpasste, wandelst Du heute durch solide überdachte Holzkonstruktionen, während Wasserpfeifen vom Wegesrand nach Deinem Wertvollsten flöten. Erstehe in den boutiqueartigen Geschäften neben den bereits im antiken Souk gehandelten Waren feinstes Räucherwerk von exzellenter Qualität, traditionelles Kunsthandwerk, Datteln, Parfum und Antiquitäten. Handeln ist ausdrücklich erwünscht und lässt das in den Buntglasfenstern brechende Licht Deiner Augen um ein Vielfaches heller leuchten. Du findest den Mutrah Souk in unmittelbarer Nähe zum Hafen. Seine faszinierenden Winkel haben täglich für Dich geöffnet. Lasse Deine unzähligen Eindrücke anschließend bei einem entspannten Bummel auf der Promenade Corniche im vornehmen Yachthafen Muscats einsinken und genieße den einmaligen Anblick der mandarinenfarben getünchten Tücher im Sonnenuntergangslicht ankernder Segelboote. Magie pur!

Al Alam Palast

Prunk pur soweit das Auge reicht. Der Palast des amtierenden Oberhauptes des Sultanats Oman erfüllt jegliche Ansprüche fleischgewordener Kindheitsträume. Die himmelblau-schneeweiß-goldschimmernde Symbiose aus indischer Feder stammt aus dem Jahr 1972 und ist der pompöse Arbeitsplatz des omanischen Sultans. Das eindrucksvolle Bauwerk der architektonischen Meisterklasse wurde im Regierungsbezirk im anglo-indischen Stil errichtet und bildet einen reizvollen Kontrast zur Kulisse der Altstadt. Die beiden im 16. Jahrhundert errichteten Forts Mirani und Jalali haben den Al Alam Palast unter ihre Fittiche genommen und halten ihre schützenden Hände über das Repräsentationsdomizil des Sultans. Dieser ist in dem hochherrschaftlichen Bau zum Zwecke von Staatsempfängen zugegen. Darüber hinaus dient das Gebäude als szenische Komposition für die „Tea Party“, die jährlich am omanischen Nationalfeiertag stattfindet. Residiert wird im etwa 30 km entfernten Stadtteil Sib, wo sich der Sultan im Bait al-Barakah Palast niederließ.

Auch wenn es Dich noch so sehr in den Fingern juckt: Bewundern darfst Du den Al Alam Palast nur von außen. Selbst das Betreten des Geländes ist strengstens untersagt. Stelle sicher, dass Dein Erinnerungsfoto den reich ornamentierten Zaun aus geschmiedetem Eisen enthält. Er gibt einem Schnappschuss den passenden Rahmen und beinhaltet das goldglänzende, spiegelblankgeputzte Wappen des Omans aus der Said-Dynastie. Genieße den Anblick der kostbaren Mosaike an der Außenfassade des Palastes und nimm ein Bad in der Sonne auf dem weitläufigen, gepflegten Vorplatz. Die alabasterweiß, von Marmor-Bürgersteigen eingefassten Arkadengänge und pechschwarzen, kandelaberförmigen Laternen des Palast-Vorplatzes vermitteln ein ähnlich energetisches Flair wie das der Yin und Yang Lehre. Ein lieblich-floraler Duft von aus Blumenrabatten emporragenden Blütenkelchen wird sich seelenruhig in Deiner Nase niederlassen.

Dufte Idee für einen Tanz durch arabische Nächte:

Wenn Du einen besonders märchenhaften Moment erleben möchtest, besuche den Al Alam Palast in den Abendstunden. An diesem wunderschönen Fleckchen Erde brauchst Du keinen künstlich implizierten Pastell-Filter für ein atmosphärisches Foto. Der omanische Himmel allein schenkt Dir die schönsten Pastelltöne, die ein Sonnenuntergang zu bieten hat. Verbringe anschließend die „Blaue Stunde“ auf dem Areal des Al Alam Palastes. Sie symbolisiert die Zeit, nachdem die Sonne ihre Bettdecke bis zur Nasenspitze gezogen hat und bevor der omanische Nachthimmel sein Tintenfass vergießt. Wenn das dunkle Gewand der Nacht schlussendlich den Palast mitsamt angeschlossener Kaserne der sultanischen Leibwache sowie die Nebengebäude gefangen nimmt, lässt sich ein magischer Schleier aus funkelnden Lichtern über dem Gelände nieder. Banne den perlmuttfarben changierenden Glow des Al Alam Palastes auf inspirierende Aufnahmen und entschwinde in die Tiefen der Nacht. Vielleicht führt Dich der Duft des Himmels bereits jetzt in Richtung Deines Must-sees No. 4!

Royal Opera House Muscat

Wer an ein orientalisches Muscat wie aus 1001 Nacht denkt, hat höchstwahrscheinlich nicht unmittelbar nasal gestrichene Violinenklänge und voluminöse Tubatöne im Sinn. Doch so seltsam diese Vorstellung zunächst anzumuten vermag, so verblüffend ist der Anblick des akustisch hochpräzisierten Klangkörpers. Das mondäne Bauwerk aus roséfarbenem Kalkstein thront mit einem melodramatischen Augenaufschlag im Stadtteil Schati al-Qurm in der Al Kharjiyah Street nahe der Sultan Qaboos Street auf einem etwa 80 Hektar großen Areal. Gewiss zieht es Dich auch schon bei Tageslicht in seinen unvergleichlichen Bann.

Die Philharmonie schrieb Geschichte, als sie im Oktober 2011 nach vier Jahren Bauzeit als erstes Opernhaus der Arabischen Halbinsel eröffnet wurde. Sie wurde im von der viktorianischen Architektur inspirierten Italianate-Stil erbaut und verkörpert den Geist der Omanischen Renaissance wie kaum ein anderes Bauwerk. Das Interieur des Konzertsaals ist mit gediegenem Edelholz vertäfelt und die auf über 32 m Höhe angebrachte Konzertorgel – wer hätte es schon anders erwartet – aus Bonn. Das rot-gold gehaltene Ensemble bietet 1.100 Zuschauern puren philharmonischen Genuss. Die Königsloge vis-à-vis der Bühne ist dem Staatsoberhaupt vorbehalten, denn der Sultan ist ein begeisterter Anhänger klassisch-melodiöser Klänge. Typisch arabische Spitzbögen zieren das beeindruckende Entrée und erinnern Gäste daran, dass man sich noch immer im Oman befindet. Allein das Wandeln über opulent gelegte Marmorböden fühlt sich an wie der weltmännisch kultivierte Gang der Omanis in ihrem traditionellen Dishdasha-Gewand.

Plácido Domingo war es, der nicht nur die Architekten des musikalischen Märchenpalastes zusammenzucken ließ, als die von ihm dirigierte Oper „Turandot“ von Puccini erstmalig für eine gesamte Theatersaison den Raumklang auf die Probe stellte. Seither füllen die Opern, Musicals, Theater- und Ballettstücke der Welt den Konzertsaal mit Leben und wechseln sich dabei mit Konzerten international angesehener Größen ab. Wenn Du einmal die Grandezza einer musikalischen Komposition in den Sphären des Morgenlandes erleben möchtest, solltest Du Dir dieses einmalige und unvergessliche Erlebnis eines Besuches im Royal Opera House Muscat nicht entgehen lassen. Tickets kannst Du direkt auf der offiziellen Website der Oper erwerben.

Achte unbedingt darauf, dem Dresscode Folge zu leisten, ganz gleich, welche Art von Event Du in der Oper besuchst. Er wird formal oder als Business Dresscode gefordert und beinhaltet für Herren einen Anzug oder ein Jacket zur feinen Hose beziehungsweise für Frauen ein Kleid, das bis über die Knie reicht. Jeans, T-Shirts und Sneakers gelten als verpönt, werden selbst kurz vor knapp noch Deinen Zutritt unterbinden und sollten daher definitiv in Deinem Koffer verbleiben. In der Opera Galleria, die direkt zur Oper gehört, kannst Du nach traditionell omanischer und internationaler Küche edel dinieren sowie in zahlreichen Geschäften Deine Kreditkarte zum Glühen bringen.

Wenn Dich die Faszination Oper auch nach einem Besuch im Rahmen einer glamourösen Abendveranstaltung noch nicht loslässt, hast Du die Möglichkeit, bei einer Führung einen Blick hinter die Kulissen des Royal Opera House Muscat zu werfen. Diese werden täglich am Vormittag zwischen 08:30 Uhr und 10:30 Uhr angeboten und gewähren einen interessanten Einblick in die notwendigen Prozesse, die zur Aufführung von Operninszenierungen notwendig sind. Im herrschaftlichen Landschaftsgarten der Oper, der vom orientalischen Stil geprägt ist, kannst Du anschließend stilvoll chillen und eine einzigartige Stille genießen, wie sie in Muscat sonst kaum zu finden ist. Surreal realer wird keine noch so emotional bewegende Melodie ertönen.

Brillanz hat einen Namen – von Natur & Menschenhand geschliffene Diamanten rund um Muscat

Corniche: Schöner und authentischer könnte der Anblick nicht sein. Während von schneeweißer Baumwolle umhüllte Omanis im sonnengeschützten Pavillon ein gepflegtes Tässchen Kaffee sippen, sich bei einer Partie Schach duellieren und die Zeit Zeit sein lassen, schließt Du Dich dem Puls des Lebens bei einem entspannten Bummel über die Flaniermeile am Hafen an. Die Promenade liegt dem Mutrah Souk zu Füßen, streckt über mehrere Kilometer wellenartig ihre Gliedmaßen aus und gewährt einmalige Ausblicke auf die unfassbar pompösen Luxus-Yachten, die der Golf von Oman bis an den Kai geschoben hat.

„Verbotenes Viertel“ von Mutrah: Von hohen Mauern umgeben, für Dich völlig unzugänglich, jedoch nicht minder reizvoll verschanzt sich das Stadtviertel Hellat Sur al-Lawatiyah hinter weiß getünchten Handelshäusern. Al-Lawatia heißt die aus Pakistan stammende schiitische Sekte, die einer Inschrift nach im 16. Jahrhundert in den Oman übersiedelte. Vor 1970 geborene Einwohner sprechen noch die Sektensprache Lawati. Die Einwohner feiern religiöse Feste, pflegen Kulturen und wohnen typischerweise in unmittelbarer Nähe zu Forts. Ihr eigenes „Fort“ ist für Nicht-Stammeszugehörige verbarrikadiert, jedoch bis zur Zutritt-Toleranzgrenze einen Abstecher wert. Schnuppere vor den Toren die geheimnisvolle Aura, die mit der des angrenzenden Mutrah Souks sublim verschmilzt. Ein wahrhaft authentischer Beleg für die religiöse Toleranz des Omans.

 

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Mutrah Fort: Hoch oben über dem östlichen Ende des Hafens thront die um 1580 von den Portugiesen erbaute Festung. Drei konische, zylinderförmige Türme verpassen dem Bollwerk die typische Silhouette, die von den Seefahrern schon weithin ehrfürchtig in Augenschein genommen wird. Eine robust im Wind schwingende Flagge fängt steife Brisen ein und zeigt an, wo das Selbstvertrauen zuhause ist. Auch wenn das Fort nicht zugänglich ist, offeriert es Dir die Möglichkeit zu einem Ausflug in die omanische Geschichte. Noch heute sind hier antike Kanonen zuhause. Allein die Vorstellung dieser Brachialkraft gewährt ein unverfälschtes, historisches Erlebnis.


Fort Al Jalali & Fort Mirani: Im alten Muscat ließen sich die beiden Festungen aus dem 16. Jahrhundert nieder, die heute sorgsam über das Wohlergehen des Sultanspalastes Al Alam wachen. Das auch Al Sharqiyah Fort genannte Fort Al Jalali sowie das unter dem Namen Fort Al Gharbiya bekannte Fort Mirani ergänzen mit dem Mutrah Fort die Trilogie der Kräfte. Auch diese Bastionen sind ausschließlich von außen zu bewundern, ermöglichen jedoch eine wohltuende Auszeit im selig ruhenden Areal unter den wachsamen Augen des Ozeans.

Nizwa: Du hast noch nicht genug von den scheinbar hunderten Bollwerken des Landes? Ob Festungswahn oder nicht – nach etwa eineinhalbstündiger Fahrtzeit gen Süden erreichst Du keine Fata Morgana, wohl aber mit der wunderschönen Oasenstadt Nizwa einen echten Kanonenschlag. Das monströse Fort verkörpert das nationale Erbe des Omans in Vollendung. Ein ausführliches Porträt dieses altomanischen Diamanten findest Du hier.

Sib: Als größter Wilaya im Gouvernement Muscat schmiegt sich Sib (auch als Seeb bekannt) etwa 30 km westlich von Muscat in das sinuswellenartige Terrain der Küste im Einklang mit der Melodie des Meeres. Folge dem Sound des Ozeans, wenn Deine Zehen im feuchten Sand des Sib Beaches versinken, schnuppere die große weite Welt bei einem Spaziergang durch japanische und arabische Gärten und verschaffe Dir im größten Aquarium des Nahen Ostens auf über 8.000 m² einen Überblick zu den Geheimnissen der Tiefsee, die Dich beim Tauchen im Oman erwarten werden. Im über 420 Hektar großen Oman Botanic Garden setzt sich das melodische Konzept der Sinuswellen in Design und Artenvielfalt fort. Erlebe unvergessliche Stunden im Einklang mit den Diamanten, die von den Tränen Allahs geschliffen wurden.

Daymaniyat Islands: Ganz gleich, an wie vielen Positionen der Erde die Natur von Nadelstichen durchsiebt wurde – auf dem Sib und Barka vorgelagerten Archipel ist sie noch intakt. Unzerstörte Korallenriffe im Kokon von neun kleinen Eilanden bieten Dir mit dem Naturreservat einen der schönsten Tauchspots der Welt und vertiefen das Bewusstsein, dass es nur einen Planeten Erde gibt.

Nakhl: Etwa auf halber Strecke zwischen Muscat und Nizwa liegt Dir die al-Batina Ebene zu Füßen, die von einer nahezu elysischen Stille geprägt ist. Die in diesem Plateau schlummernde Stadt am westlichen Zipfel des Hadschar-Gebirges erweckt den Eindruck, aus ihrem Dornröschenschlaf noch längst nicht erwacht zu sein. Das Fort Nakhl diente einst als eine den Imamen der Wadi Bani Kharus- und Yaruba-Dynastie vorbehaltene Residenz und wurde um einen von Mutter Natur erschaffenen Felsen organisch herum errichtet. Wer kann schon von sich behaupten, in Stein gemeißelt zu sein? Der Duft der umliegenden üppigen Dattelgärten schenkt Dir ein Erlebnis für die Sinne, das nur noch vom geschäftigen Treiben des freitags stattfindenden Ziegenmarktes getoppt werden kann. Gibt es da noch was zu meckern? Mit etwas Glück kannst Du im angrenzenden Wadi Hammam erleben, auf welche traditionelle Weise Omanis ihren Haushalt erledigen. Während die heißen Quellen Ain A’Thawwarah gemächlich vor sich hin blubbern, schwenken Berberfrauen ihre Wäsche in den Fluten. Das Baden ist hier offiziell untersagt.

Wadi Bani Khalid: Am entgegengesetzten Zipfel des Hadschar-Gebirges empfängt Dich ein Paradies, das kontrastreicher und erfrischender nicht sein könnte. Wer den Garten Eden sucht, sollte ihn hier am längsten Fluss des Sultanats Oman gefunden haben. Smaragdgrüne Pools kräuseln sich zu natürlichen Süßwasser-Bassins, die den Eindruck vermitteln, als hätten die omanischen Götter einen kräftigen Farbklecks gegen die staubig-kargen Gebirgsfelsen gespritzt. Der perfekte Ort, um sich für eine bevorstehende Wanderung noch einmal mit einer Mütze Frischwasser zu versorgen. Solltest Du von Deiner Wanderroute abweichen wollen, weil Du dem Wadi-Wahn verfallen bist, findest Du mit dem Wadi Tiwi, Wadi Shab, Wadi Al Arbeieen und dem Wadi Dayqah Dam zahlreiche weitere Quell-Diamanten auf Deinem Rückweg nach Muscat.

Wandern in omanischen Gebirgsmassiven: Bevor Du Dich den anstrengungsloseren Aktivitäten im Backland von Muscat hingibst, solltest Du Dir eine epische Trekking-Tour im Oman gönnen. Schmecke die salzigen Tränen Allahs, wenn Dir im Hadschar-Gebirge beim Kampf gegen die Höhen des Jebel Shams der Schweiß bis zur Unterlippe rinnt und Du im Jebel Akhdar Gebirge durch die auf dem Saiq-Plateau von Mandel- und Olivenhainen gesäumten Bergdörfer trottest, die Dich mit saftigen Mango-, Bananen- und Aprikosenbäumen von Deiner Route abzubringen versuchen. In den Urgewalten omanischer Gebirgsmassive wirst Du auf atemberaubende Weise erkennen, was es heißt, es mit den Göttern des Omans aufzunehmen.

Majlis al Jinn Cave: Die im Salmah Plateau unweit des Wadi Shab gelegene, natürlich entstandene Grotte ist die zweitgrößte unterirdische Höhlenkammer weltweit. Gigantische 120 Meter hoch krümmt sich die Kuppel über 58.000 m² Fläche und 4 Millionen m³ Fassungsvermögen. Das Monstrum hat 2007 seinen Schlund für einen gefährlichen BASE-Jump-Sprung von Extremsportler Felix Baumgartner geöffnet und kann ausschließlich von Seilkletterern auf legale Weise ergründet werden. Du solltest dem gefräßigen Abgrund daher keinesfalls zu nahe kommen, da hier ernsthaft Lebensgefahr besteht! Als historisches Ziel ist die Monsterhöhle auf dem Weg zur Bimmah Doline jedoch definitiv einen Schwenk wert.

Bimmah Sinkhole: Zurück zu Deinem lieb gewonnenen Smaragd-Wahnsinn der Wadis findest Du an der kratrigen Doline, die lediglich mit lächerlich knappen 600 Metern von der omanischen Nordostküste getrennt wird. Der Legende nach handelt es sich um das in Sandstein geschmetterte Ergebnis eines Meteoriten. Das vom Golf von Oman salzig unterspülte Terrain verbindet sich hier mit dem süßen Grundwasser zu einem Frische-Mix, in dem Du Deinen Leib baden kannst. Für ein ungetrübtes Unterwasser-Erlebnis solltest Du bestenfalls wochentags den Schnorchel aus dem turmalinfarbenen Nass recken.

Ras al-Jinz: Vorbei am charakteristischen Pebble Beach mit seinen bizarren Höhlengebilden begibst Du Dich bis an die östlichste Zacke des Omans zum Schildkrötenreservat Ras al-Jinz. Unter strikten Auflagen seitens der Naturschutzbehörden kannst Du hier den Turtle Beach ausschließlich mit einem Guide erkunden, denn das Brut-Areal ist die Geburtsstätte zahlreicher possierlicher Meeresschildkröten.

Baden an omanischen Bilderbuchstränden: Nach diesem Strudel aus emotionalen Erlebnissen und körperlichen Herausforderungen hast Du Dir den Sprung ins kühle Nass redlich verdient. Hänge an den granulösen Sand-Diamanten Yitti Beach, Qurum Beach, Qantab Beach und Al Sifah Beach ab und recke Deine müden Muskeln in das Spezial-Treatment der Sonne. Wenn Dich die Solar-Tentakel an der Nasenspitze küssen, kannst Du Dir sicher sein, dass Du das Paradies gefunden hast.

Muscat – Drehkreuz für die Handelswege des Omans

Den Moment, als Muscat erstmalig in den Geschichtsbüchern auftauchte, umgibt ein Nebel, der keine Jahreszahl erkennen lässt. Man geht jedoch heute davon aus, dass das bedeutende Hafen- und Handelszentrum auf mehr als 2.000 Jahre zurückblickt. Zwischen dem 7. und 16. Jahrhundert entwickelten sich die Handelsbeziehungen mit den omanischen Küstenstädten so blühend, dass Muscat 1507 von den portugiesischen Seefahrern regelrecht zerpflückt wurde. Durch den Fokus der Europäer auf die Küstenlinie zogen sich die Omanis und der Sultan ins gebirgige Outback des Omans zurück und die Regionen um das Hadschar-Gebirge erlebten einen regelrechten Boom. Unter Sultan ibn Saif I. gelang es Muscat im Jahr 1650 endlich, die Portugiesen von der Küste zu vertreiben und dem Handel im Hafen neues Leben einzuhauchen. Nach einem erneuten Backlash durch die Perser kehrte 1808 wieder Ordnung ein und der Seehafen konnte erstmals seine Position behaupten. Nachdem politische Querelen 1784 den Oman in ein Küsten-Sultanat und ein Hinterland-Imamat fragmentierten, erblühte 1971 Muscat unter dem regierenden Sultan Qaboos zur Hauptstadt des Omans, wie man sie heute kennt. Nachdem Sultan Qaboos seinen konservativ eingestellten Vater Said ibn Taimur entmachtete und ins Londoner Exil verbannte, schwingt die Omanische Renaissance heute ihren Zauberstab und schiebt die Modernisierung in allen Bereichen energisch an. Mission geglückt!

360°-Notfall-Kompass für Muscat

  • Muscat wird mit 1,5 Millionen Einwohnern seinem Hauptstadt-Dasein mehr als gerecht. Als größte Metropole laufen hier alle Fäden zusammen und auch die Oman Air ist am Flughafen von Muscat zuhause.
  • Die Deutsche Botschaft ist Deine Anlaufstelle für alle konsularischen Fragen. Du erreichst sie telefonisch unter +968 2469 1218 oder persönlich in der Diplomatic Area, Al-Khuwair, Jami’at Al-Duwal Al-Arabiah Street, Maskat.
  • Sorge Dich nicht um die medizinische Versorgung in Muscat! Du findest sie im Royal Hospital unweit der Großen Sultan Qaboos Moschee. Das Krankenhaus ist unter +968 24 599000 telefonisch erreichbar. Wichtig: Auslandskrankenversicherung abschließen!
  • Die Royal Oman Police erreichst Du an der Sultan Qaboos Street in Flughafennähe. Wähle die Telefonnummer +968 24 521099, im Notfall jedoch unbedingt den Notruf 9999.
  • Düse mit der komfortablen Flotte der Muscat Taxi Main Station durch den Großstadt-Dschungel Muscats. Unter der Telefonnummer +968 9914 3222 orderst Du Deinen fliegenden Teppich deluxe.

Restaurants in Muscat – opulente Exzellenz trifft Spirit traditioneller Landesküche

Al Angham

Allein die Lage im dramatisch-packenden Ambiente des Royal Opera House Muscat verheißt Glanz und Gloria mit einem Spritzer Grandeur. Das authentische omanische Erbe hängt lustvoll in jedem Winkel und schafft eine Atmosphäre, die den konventionellen Zweck eines Restaurantbesuchs in der Opera Galleria nahezu überflüssig macht. Beim Besuch eines der edelsten und teuersten Etablissements von Muscat dinierst Du umgeben von der magischen Aura omanischer Architektur, wie es sie vorher im Oman nicht gegeben hat. Das Charisma spiegelt sich neben Teakholz-Vertäfelungen und Artefakten aus dem alten Oman sogar in den blank geputzten Silberbesteck-Teilen wider. Dein Popo schmilzt in Privaträumen in die schweren Samtsessel und der exquisite Service höchster Sterneküche liest Dir jeden Wunsch von Deinen immer größer werdenden Augen ab. Erlebe eine harmonische Sinfonie der Genüsse im Herzen omanischer Gastfreundschaft, während der Geist der Gegenwart mit den kulinarischen Vermächtnissen der Vergangenheit assimiliert. Wenn Du Deinen Besuch in der Oper mit allen Sinnen genießen möchtest, ist das Al Angham durchaus eine exzellente Wahl, da hier auf den Ausschank von Alkohol vollständig verzichtet wird. Probiere unbedingt eines der wahrhaft göttlichen Signature Gerichte traditionell orientalischer Küche. O’rsyia, Harees, Jareesh und Shiwa sind eine echte Sünde wert!

La Brasserie

In authentischem Ambiente direkt gegenüber dem Fischmarkt speist Du frische Fischküche par excellence. Das mit europäischen Spezialitäten und fangfrischem Seafood glänzende Restaurant der gehobenen Mittelklasse beschert Dir Zungenpfützen in einer lauschigen Atmosphäre samt im Hintergrund rieselnden Lounge-Klängen. Diniere Auge in Auge mit lukullisch betörenden Lobstern, die anmutig auf feinstes Porzellan drapiert werden und mit ihren Scheren höchstens noch Deine feine Damast-Serviette ankern. Shrimpssuppe offeriert Dir ein feines Entrée und ein Crêpe mit Meeresfrüchten ist sicherlich das, was man mit „Dernier Cri“ gemeinhin als letzten Schrei bezeichnet. Aale Dich in dem zuvorkommenden Service, der dem aufrichtigen Charme eines barettbemützten Franzosen entspricht und sinniere einmal mehr darüber, wie viele Rohdiamanten die Hafenmetropole im Oman bisher geschliffen hat.

Shopping in Muscat – klimpernde Kassen versetzen Kreditkarten in Walhalla-Stimmung

Theoretisch könntest Du nur allein des Shoppens wegen einen Flug nach Muscat buchen. Denn ein ausgiebiger Shopping-Trip nach Muscat mit all jenen Facetten, die Dir die Ladentheken des Omans süffisant offerieren, nimmt luftig-locker-leicht eine ganze Woche des Staunens, Abwägens, Auf-den-Kontostand-Schielens und Dann-doch-Zuschlagens in Anspruch. So what?! Zücke nonchalant Deine Kreditkarte, begebe Dich mit dem Plastik-Billet in die ewigen Jagdgründe des hauptstädtischen Shopping-Wahnsinns und entdecke die kühnen Verlockungen, die sich im Strudel der florierenden Wirtschaft Muscats hinter hochglanzgeputzten Glasfronten in den Auslagen aufhalten. Wandele wie der Weihrauch auf verwegenen Sohlen durch mystische Souk-Korridore und betrachte die sagenhafte Vielfalt kostbarer Waren, die sich vom Boden bis zur Decke stapeln. Gewiss werden sie Dir kokett wie der Klang der Sirenen ein „Komm schon, ich bin es doch wert!“ soufflieren. Rechne damit, dass an allen Ecken und Enden der Stadt die Versuchung zum Shopping-Rausch überproportional groß ist. Mit Willensstärke und penibler Budget-Planung sollte dem Gucken, Träumen und Sich-auch-mal-etwas-gönnen-können nichts im Wege stehen. Die passende Basis dafür bietet Dir der nachfolgende Wegweiser zu den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, die die Hauptstadt-Ökonomie zu bieten hat.

Ruwi Souk

Wenn Dich das turbulente Treiben im Muttrah Souk ein wenig überfordern sollte, Du trotzdem das echte Lokalkolorit spüren möchtest, es allerdings in etwas intimerer Atmosphäre bevorzugst, ist der Ruwi Souk eine wahrhaft goldene Adresse für Deine geneigten Pläne. Du findest den antiken Markt im Ort Ruwi, der sich unweit von Alt-Muscat und Muttrah in den Schoß der Metropole zurückgezogen hat. Neben fein gewirkten Schneider- und luxuriösen Goldwaren wird Dein Herz beim Anblick modernster Elektronik höher schlagen. Ein Widerspruch zwischen dem traditionellen Souk-Leben und dem Segen der Moderne, wie er schöner nicht sein könnte. Am schnellsten und kostengünstigsten erreichst Du den Souk mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Plane für Deinen Aufenthalt etwa zwei bis drei Stunden ein, wenn Du das Feeling mit Haut und Haaren genießen möchtest.

Omani Heritage Gallery

Was die Moai für die Osterinseln, ist die traditionelle omanische Handwerkskunst für Deine schönsten Reiseerinnerungen. Tauche ein in die Welt der bildenden Künste und erwerbe Erbstücke des echten Omans. Neben aufwendig von Hand gefertigten Schnabelkannen, Korbwaren und Silberschmuck kannst Du hier die von den Beduinenfrauen der Wahiba Sands-Wüste handgearbeiteten Teppiche sowie Töpferwerke aus der nordomanischen Gegend Bahla erstehen. Du findest die Galerie im Geschäftskomplex Jawaharat A’Shati in Shati Al-Qurum, dem teuersten Distrikt, den Muscat zu bieten hat. Die Kunsthandlung hat sagenhafte 24 Stunden geöffnet und lediglich samstags geschlossen. Nichts wie hin! Die Gelegenheit, solch elitäre Souvenirs mit nach Hause zu bringen, bekommst Du so schnell nicht wieder.

Amouage

Lasse die Buchstaben einzeln von Deiner Zunge rollen und fühle, wie sich der gesamte Pomp des Morgenlandes auf den Fibrillen Deiner Nasenlöcher entlädt. Es ist der liquide Overkill unter der Herrschaft des Sultans und der gesamte Nationalstolz des Omans. Das Staatsparfum saugt frisches Rosenwasser, lebendige Myrrhe und fein-würzigen Silberweihrauch zu einer Komposition, die Dir nicht nur die Sinne, sondern auch die eingangs erwähnte Willensstärke raubt. Dass sich die Preise für den Duft des Orients in astronomischen Höhen belaufen, macht die Sache nicht gerade besser. Der mechanisch aufgebrachte Duft seiner Majestät ist international ausschließlich in den Nobel-Dufthäusern von Harrods, Bergdorf Goodman, KaDeWe & Co. physisch huldigbar. Als „The Gift Of Kings“ wird der arabisch nach der „Welle“ benannte Duft Amouage vom Sultan bei Staatsbesuchen verschenkt und gilt als wertvollstes Parfum der Welt. Wenn Du ohne politisches Apostolat unterwegs bist, ist die Parfum-Fabrik in Muscat Dein ultrastarker Geheimtipp! Fühle, wie sich bei einem Besuch die Vibrationen der in der Luft verweilenden Duftmoleküle an Deiner Nasenscheidewand austoben und werde Zeuge, wie behutsam und liebevoll die kleinen Parfum-Päckchen schließlich ihre Reise in die Welt antreten. Denn die Flakons werden mit einer persönlichen, handgeschriebenen Botschaft der strikt nach Geschlechtern getrennten Fabrikarbeiter versehen. Bei einer Führung erfährst Du wertvolles Hintergrundwissen. So kannst Du Dich beim Staunen und Wundern einfach herrlich berieseln lassen, ohne mühsam Erklärungstafeln studieren zu müssen. Das Visitor’s Centre in Sib in naher Entfernung zum Flughafen und Al Sahwa Public Garden hat täglich außer freitags von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

Oman Avenues Mall

Falls Dich die Amouage-Ekstase noch nicht in die Knie gezwungen hat und Dich Deine Kreditkarte noch immer aufmunternd angrinst, schenke ihr Dein gnädigstes Lächeln und führe sie in den größten Shopping-Tempel Muscats aus. Er thront mit verwegener Noblesse unübersehbar in der Sultan Qaboos Street. Auf exorbitanten 72.000 Quadratmetern, fünf Stockwerken und in 14 Abteilungen ergießt sich ein Schwall aus 200 (Luxus-)Labels in Deinen Geldbeutel. Das elitäre Line-up ergänzen ein Gold Souk, die revitalisierende Food Nation und eine Sky Lounge. Hier darfst Du täglich zwischen 9 und 23 Uhr sowie donnerstags, freitags und samstags von 9 bis 23:30 Uhr Deinen Shoppinggelüsten in voller Blüte frönen.

Hotels in Muscat – Overnight-Chill im Splendid Style

The Chedi

Wenn Du Deinen Koffer und das Leer-Exemplar für die Mitbringsel nicht erst über zig Kilometer hinweg transportieren möchtest, ist das High-End-Etablissement mit seiner unmittelbaren Nähe zum Flughafen (15 Minuten) Deine Top-Adresse in Muscat. In dem mondänen 5-Sterne-Luxushaus kannst Du Deine Strandliege direkt an der Terrassentür auf- und Deine Sonnenbrille aus dem Haaransatz runter klappen. Club-Suiten, Deluxe Zimmer und Superior Zimmer bieten Dir allen erdenklichen Komfort und einen göttlichen Aufenthalt wie auf einer Sänfte. Du hast direkten Zugang zum Golf von Oman und kannst Dich nach dem Sprung ins kühle Nass vom Trommeln der Regenwald-Dusche frottieren lassen. In zwei kulinarischen Klangkörpern, vier gastronomischen Einheiten unter freiem Himmel, einer Lobby Lounge und einem Shisha-Hof täfelst Du wie der Sultan. Traditionell arabische, asiatische und internationale Küche werden von Fusionsküche liiert. Im Chedi Spa kannst Du unter den erstklassig verwöhnenden Händen des Wellness-Teams bei ganzheitlich ayurvedischen Treatments Deinen wohlverdienten Schönheitsschlaf einläuten. Er wird Dich hinter der Pforte Deiner Unterkunft erwarten, wenn Du im purpurfarbenen Licht der omanischen Nächte beseelt ins Reich der Träume driftest.

Centara Muscat Hotel Oman

Nicht Upper Class, aber Middle Class nächtigst Du in dem dennoch todschicken 4-Sterne-Hotel in Al-Ghala, dem Business District der Stadt. Es ist ebenfalls ganz in der Nähe des Airports und des Oman Convention & Exhibition Centre gelegen. Mit dem Mietwagen bist Du in etwa 10 Minuten am Athaiba Beach. Dieses Hotel ist daher für Dich nur eine Option, wenn Du Dich nicht auf ein unmittelbares Strandhotel festnageln möchtest. Das Herzstück des elitären Hauses bildet der Rooftop Pool, von dem aus Du bei einer gepflegten Tasse arabischem Kaffee einen wahnsinnig tollen Blick auf die Häuserschluchten genießen darfst. Spüre bei einer abendlichen Poolrunde, wie sich der Wind der Wüste in Deinem Haar verfängt und der Sound der City die Melodie Deines Herzens an Deine Ohrmuscheln heranträgt. Zimmer, Suiten, Gastronomie und Spa stehen dem hohen omanischen Standard in nichts nach. Fisch für Dich vom traditionellen Ocakbasi-Grill? Das türkische Spezialitäten-Restaurant „Akdeniz“ brät ihn Dir kross. Doch keine Sorge: Du wirst hier auch mit lokalen Speisen und dem Food der großen weiten Welt verwöhnt. Fehlt eigentlich nur noch der perfekte Sundowner in der Hand, der Dir die vom Wind getragenen Legenden der Wüste flüstert.

Muscat Inn Hotel

Falls Du mit einem ganz schmalen Geldbeutel in Muscat unterwegs bist oder Deine Prioritäten lieber auf Amouage & Co. legen möchtest, kommst Du in der 3-Sterne Budget-Herberge Muscat Inn Hotel vernünftig unter. In nur 6 Minuten bist Du mit dem Auto bei der Großen Sultan Qaboos Moschee. Damit sind die Top-Sights der Hauptstadt zum Greifen nah und Du kannst Dich durch die Klangwellen vom Ruf des Muezzins morgens an der Nasenspitze kitzeln lassen. Schöner und landestypischer kann ein Tag doch nicht beginnen, oder?

Ausgehen in Muscat – vibrierendes Nightlife unter den wachsamen Augen des Wali

Wenn Du ebenfalls der Meinung bist, dass es leichter ist, bis morgens 6 Uhr wach zu bleiben, als um 6 Uhr aufzustehen, bietet Dir Muscat ein hitzegeschwängertes, vibrierendes Nachtleben mit Überraschungspotenzial. Halte Dir allerdings vor Augen, dass es sich im Oman schickt, die Kultur zu respektieren und sich mit alkoholischen Verführungen zurückzuhalten. Das heißt nicht, dass Du nicht fröhlich an einem Cocktail sippen darfst. Lasse jedoch auch im extrem toleranten Muscat etwas Vorsicht walten, einem Omani ein alkoholisches Getränk anzubieten. Verzichte als Frau möglichst auf zu kurze Röcke und enganliegende Kleider. Als Mann steht Dir für das Nightlife eine lange Hose besser als Shorts. Seid Ihr als Paar unterwegs, dürft Ihr Euch natürlich gern haben. Öffentliche Zuneigungsbekundungen sollten jedoch auf ein Mindestmaß reduziert werden. Doch genug der Sentimentalitäten: Nimm Deinen Bio-Strohhalm, puste Dein Verlangen nach Fun und Faszination in Kringeln in den Wind und lasse Dich vom unwiderstehlichen Puls der Hauptstadt mitreißen!

Rock Bottom Cafe

Du möchtest wissen, wie die Einheimischen feiern? Das Rock Bottom Cafe in Qurum offeriert Dir jenseits der illustren Hotellandschaften eine kulturelle Symbiose zwischen Orient und Okzident. Der Nachtclub ist ein beliebter Treffpunkt für das Party-Volk von Muscat und eine hervorragende Gelegenheit, sich die Dance Moves des Morgenlandes einmal direkt auf dem Floor anzusehen.

Left Bank

Nahe des Royal Opera House Muscat, auf einem Hügel in Shati Al-Qurum, bietet Dir die Lounge Bar Left Bank hippe Hangouts und einen fantastischen Ausblick unter dem Wispern des Windes. Chille mit cooler Contenance bei einem aparten Angebot deliziöser Cocktails und spüre, wie sich die Vibes des Orients in Deinen Gliedern verfangen. Rhythm is a dancer? Hell, yes! Montags ist Ladies Night und eine Reservierung empfehlenswert.

O’Malleys Irish Pub

Feiere – wie hätte man es hier im Orient schon anders erwartet – die omanisch-irische Freundschaft mit der irischen Pubkultur im Radisson Blu Hotel in Muscat. Lasse ein stilechtes Draught Deine Kehle hinunter perlen und genieße die fröhliche Atmosphäre bei einem aufmerksamen Service. Trete anschließend gut gelaunt in die Nacht und aale Dich in der magisch-abstrusen Sensation, wenn sich beim Zusammenprall Deiner fiebrigen Wangen mit der hitzegetränkten Nacht noch immer die typisch irischen Klänge von Tin Whistle und keltischer Harfe in Deinem Gemüt verfangen.

Spezialtipps für ein Oman-Erlebnis der Extraklasse – Muscat jenseits ausgetretener Touristenpfade

Wenn Du den Oman schon mehrmals bereist hast oder etwas erleben möchtest, was Du in kaum einem Reisekatalog findest, bietet Dir die folgende Wundertüte schnuckelige Ideen für einzigartige Unternehmungen.

#1 Kurzstrecke – Kargeen – Kochen nach den kulinarischen Künsten der Omanis

Feiere in Muscat auf stilistisch exquisite Art und zeige Deinen lieben Daheimgebliebenen bei Deiner Rückkehr, wo der Kochlöffel hängt! Denn die omanischen Gaumenfreuden sind pure Faszination und viel zu schade, um sie nur vor Ort zu genießen. Auch wenn Du Dich auf Reisen gern dem puren Verwöhngenuss hingibst, hast Du unter dem sonnenlichtbasierten Endorphineinfluss unter Umständen Lust, die Zubereitung der landestypischen Spezialitäten einmal selbst kennenzulernen. Im Restaurant Kargeen bindest Du Dir mit Deiner Reise-Entourage im elitären Boho-Ambiente die Schürze um. Ein omanischer Koch bringt Dir die traditionell aromatischen Wurzeln und delikaten Gewürze näher. Wirf einen Blick ins Rezeptbuch, memoriere die Ingredienzen und lasse Dein von Erinnerungen geprägtes, glückseliges Lächeln am heimischen Herd in authentisch omanische Küchenkreationen einfließen. Eine Reservierung vorab ist unumgänglich.

#2 Langstrecke – Dhow Factory Sur – auf den Spuren des legendären Schiffsbaus im Nahen Osten

In etwa zwei Stunden Entfernung mit dem Auto bekommst Du die Möglichkeit, eine der legendärsten Manufakturen der Welt zu besichtigen. Die Dhow-Fabrik im südöstlich von Muscat gelegenen Sur ist die letzte ihrer Art in Nahost. Hier kannst Du im laufenden Betrieb live und in Farbe zusehen, wie Handwerker mit viel Geschick, Schweiß und jahrhundertealtem Handwerkszeug die prächtigen, traditionellen Segelschiffe Arabiens von Hand fertigen. Lediglich ein Bohrer impliziert, dass die Neuzeit nun auch in diesen Industriezweig eingezogen ist. Werde bei einer Besichtigung Zeuge, wie eine waschechte omanische Dhow ihren Weg aus purer Muskelkraft, Teakholz aus Burma und dem Wüstenbaum Ghaff in private Sammlungen und den kommerziellen Handel findet. Diese einzigartige Handwerkskunst hat ihren Preis! Ein Fischer ist heute finanziell nicht mehr in der Lage, sich eine Dhow leisten zu können. Du findest den Dhow-Bauhof im Vorort Al Ayjah. Fahre in der Hafenregion vorbei an Häusern im alten Kaufmannsstil und tauche auf westlicher Seite der Khor Al Batah Hängebrücke südlich in die Welt des legendären omanischen Schiffsbaus ein. Der Eintritt ist frei und die meist indischen Arbeiter lassen sich normalerweise bereitwillig fotografieren. Ein kurzer Wohlfühl-Check schadet allerdings nie. Im Fabrikladen kannst Du maßstabsgetreue Dhow-Modelle bewundern. Auch wenn der Aufenthalt zeitlich überschaubar ist: Es lohnt sich jede Sekunde!

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Über leladjehuti 47 Artikel
„Such Dir eine Aufgabe die Du liebst und Du wirst nie wieder arbeiten müssen.“ Konfuzius hat recht! Schon seit meiner Kindheit immer auf großer Fahrt von Augsburg nach Sarajevo ist diese Leidenschaft fürs Reisen bis heute geblieben. Und das obwohl... [mehr über mich]

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