Mein Oman Reise-Blog – Der Oman ein wundervolles Reiseziel

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Auf Entdeckungstour durch den Oman

Wo liegt der Oman?

Der Oman liegt am südlichen Ende der arabischen Halbinsel am arabischen Meer. Die Hauptstadt Muskat befindet sich ungefähr 5300km von Berlin entfernt. Die Nachbarn des Oman sind von Norden nach Süden die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und der Jemen.

Was ist das Besondere am Oman?

Trotz der räumlichen Nähe zu diesen teilweise unruhigen und instabilen Staaten ist der Oman eine Oase der Ruhe und Geborgenheit. Die Menschen sind außergewöhnlich freundlich, ja geradezu herzlich. Der Oman bietet alles für einen perfekten Urlaub. Die arabische Kultur, wundervolle Wüsten- und Küstenlandschaften, Berge, grüne Oasen, kleine Fischerorte und ganz viel Strand, Sonne und Meer. Das Klima ist im Winter mild. Im Sommer allerdings sehr heiß.
Wer im Oman eine Rundreise macht, der kann auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen.
Der Oman ist ein Sultanat, sprich er wird von Sultan Qaboos regiert. Dieser legt besonderen Wert darauf, dass trotz des Ölreichtums und der Modernisierung, die Tradition bewahrt bleibt. Beduinen gehören genauso zu Oman wie moderne Autos.

Ich lebe sehr gerne im Oman. Die Kombination aus freundlichen Menschen, der Kultur und der moderner Einflüsse ist ein Traum. Besonders als Frau fühle ich mich hier sehr sicher. Die gängigen Vorurteile bestätigen sich überhaupt nicht.

Wann ist die beste Reisezeit in den Oman?

Die beste Reisezeit in den Oman ist der Winter. Wenn die Temperaturen in Europa im Oktober sinken, beginnt die angenehme Zeit im Oman. Die Tagestemperaturen liegen dann bis Februar bei 25° Grad. Nachts sind es milde und angenehme 20°. Die Sonne scheint dabei zwischen neun und zehn Stunden am Tag. Die Regenmenge ist in der Regel verschwindend gering. Insgesamt regnet es im Oman nur ein Zehntel der mitteleuropäischen Menge. Einzig bei Ausflügen in die Berge sollt man das Wetter prüfen. hier kann es zu sehr starken Regenfällen kommen. Im Sommer (April bis September) steigen die Temperaturen im Mittel auf bis zu 35°. Mittags können es durchaus 40° werden.

Wie sicher ist der Oman?

Kriminalität – oder besser „Nicht-Kriminalität“

Laut dem Auswärtigen Amt und ist die Kriminalitätsrate sehr gering. Wer die offiziellen Warnungen kennt, der weiß, dass diese normalerweise sehr vorsichtig sind. Nur wer in die Grenzgebiete zu den Nachbarländern möchte sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Besonders als Frau fühle ich mich hier sehr sicher. Die gängigen Vorurteile bestätigen sich überhaupt nicht.

Naturkatastrophen

Im Winter sind sehr starke Regenfälle mit Überschwemmungen möglich. Im Sommer sind es die Zyklonen, die einem den Urlaubsspaß vermiesen können. Ich hatte bis jetzt anscheidend Glück. Extrem wurde es bis jetzt nie.

Quelle & weitere aktuelle Infos: Auswärtiges Amt

Warum in den Oman reisen? Was erwartet mich in meinem Urlaub?

Eine unkomplizierte Anreise, eine gute Infrastruktur, eine geschmeidige Einführung in die arabische Kultur, das sind einige der vielen Gründe für mein Leben hier und generell für eine Reise in den Oman. Genauso wie sich Thailand für die erste Reise nach Süd-Ost Asien anbietet, so bietet sich der Oman als erstes Reiseziel in den Orient an. Egal ob pauschal oder individuell für jeden Reisetyp bietet dieses Land tolle Erlebnisse.

Wie reise ich am besten an?

Die Anreise in den Oman ist einfach und unkompliziert. Ein Visum kann seit dem Frühjahr 2018 online beantragt werden. Dies ist die sicherste Variante, da die Ausstellung eines Touristenvisums (Zum Beispiel 30 € für ca. 40€) bei Einreise nicht immer garantiert ist.

  • Eine Einreise ist nur mit einem noch für sechs Monate gültigen Reisepass möglich.
  • Wer einen vorläufigen Reisepass besitzt, der sollte vor der Einreise mit der zuständigen Botschaft klären, ob die Einreise mit diesem aktuell möglich ist.
  • Die Einreise mit dem Personalausweis ist generell nicht möglich.
  • Quelle und weitere Infos: Auswärtiges Amt

Ich empfehle die Anreise mit dem Flugzeug. Oman Air und Gulf Air fliegen den Oman direkt an. Alternativ gibt es auch günstige Flüge über Dubai oder die andere Golfstaaten mit eigenen Fluglinien.

Wer über Land oder mit dem Schiff anreisen möchte, sieht sich mit zahlreichen Beschränkungen hinsichtlich der Reisefreiheit und auch Sicherheit der Nachbarländer ausgesetzt. Denkbar ist hier eine Anreise mit dem Schiff aus dem Iran oder die Einreise über die Vereinigte Arabische Emirate

Reisen im Land

Öffentliche Verkehrsmittel gibt es innerhalb Muskats, jedoch nicht über die Stadtgrenzen hinaus. Wer nicht mit dem Auto Reisen möchte, kann den Reisebus oder das Taxis nehmen oder sich für einen Inlandsflug entscheiden. Eine Eisenbahnlinie besitzt der Oman nicht.

Wer den Oman unkompliziert und ohne viel Aufwand entdecken möchte, der nimmt am besten das Auto. Mit dem eigenen Mietwagen, eventuell auch gleich mit einem ortskundigen Fahrer, ist die Freiheit am größten. Die meisten öffentlichen Verkehrsmittel fahren nicht alle Sehenswürdigkeiten an. Wer die Wüste, die Berge oder Wadis entdecken möchte, der sollte sich für das Auto entscheiden.

Das Verkehrsnetz und die Navigation

Das Verkehrsnetz ist innerhalb und auch außerhalb der Städte sehr gut. Ich fahre gerne selber von A nach B. Entweder nutze ich das Navi oder die Verkehrsschilder, die es auch auf Englisch gibt. Abseits der Straßen wollten jedoch auf ein GPS oder gute Karten vertraut werden um sich nicht zu verfahren. Ein Fahrer erspart einem diese Mühen natürlich.

Für alle die Offroad in die Wüste oder in die Berge wollen, für die empfiehlt sich ein Fahrzeug mit einem Allradantrieb. Dies ist nicht nur sicherer sondern macht auch mehr Spaß.

Die Regionen des Omans

Capital Area – Hauptstadt-Wahnsinn im Zenit der Kontraste

Modern, traditionell und verdammt echt: Die Capital Area zwischen der westlich gelegenen Stadt Seeb und dem östlichen Quriat umschließt die Hauptstadt Muscat wie eine Perle und schafft den Spagat zwischen dem alten und neuen Oman wie kaum eine andere. In dem etwa 50 km langen Gebiet zwischen der Küste des nordöstlich gelegenen Golfs von Oman und dem imposanten Hadschar-Gebirge duellieren sich tagtäglich im hektischen Treiben der Region die prunkvollsten Bauwerke und schicksten Shopping Malls mit archaischer Architektur im Angesicht morgenländischer Geschichte. Der Traum vom echten Arabien wird in der Capital Area Wirklichkeit und unterscheidet die Region damit deutlich von den vorrangig artifiziell errichteten urbanen Konglomeraten um Dubai und Abu Dhabi. Entdecke den faszinierenden Widerspruch zwischen dem pulsierenden Hauptstadt-Gewimmel und einer sagenhaften Stille, die sich wie ein Schleier über szenische Parks und blühende Gärten legt. Während sich die traumhaften Sandstrände im Westen für ausgedehnte Spaziergänge anbieten, sind die charakteristischen Buchten im Osten häufig nur auf dem Wasserweg erreichbar. Bummle durch die traditionellen Souks mit ihrem geschäftigen Treiben und lasse Dich von den regionalen Köstlichkeiten verwöhnen. Besuche historische Forts und beeindruckende Moscheen mit ihrer einzigartigen Geschichte und finde Deine persönliche Balance zwischen Rückzug und Abenteuer.

Batinah – Fruchtgenuss, Fortifikationen und die Abenteuerlust Sindbads

Die Dürre des Omans und spritzige Früchte – ein Widerspruch in sich? Keineswegs! In Batinah findest Du zahlreiche Obst- und Gemüsebauern, die eine superleckere Vielfalt gesunden Genusses feilbietet. Etwa 350 km lang ist die Ebene, die sich entlang der Küste zum Golf von Oman in die Kurve des Nordostens legt. Regen fällt in Batinah äußerst ergiebig aus, so dass die Landstriche, in denen Obst und Gemüse angebaut wird, wie kleine Oasen aus dem Boden poppen. Snacke schmackhafte Datteln, saftige Limonen und ergründe, warum Gemüse unter der Sonne Arabiens aromatischer reift. Wandele auf den Spuren Sindbads im Fort von Sohar. Die steinigen Gemäuer haben Dich auf den Geschmack gebracht? Setze Deinen Streifzug am Fort von Barka fort. Relaxe bei einem heißen Quell-Bad in Al-Rustaq und Nakhl und gewinne mit einem Besuch der Kupferminen von Wadi Al Jizzi einen Einblick in das beschwerliche Arbeiterleben der Omanis.

Al-Dhahirah – natürliche Schätze der Erde im industriellen Westen

Kontrastreich zeigt sich die zwischen dem nördlichen Hadschar-Gebirge und der arabischen Sandwüste gelegene Region im Westen des Omans als Hochburg der Öl-, Salz- und Kupferindustrie. Fernab der erfrischenden Meeresbrise legt sich eine glühende Hitze über den dürren Boden, der natürliche Vorkommen beherbergt. Während bereits vor Jahrtausenden um die ehemalige Piraten-Hochburg Ibri Kupfer abgebaut und verhüttet wurde und Karawanen die Handelswege zu den Nachbarstaaten querten, schmücken Ölfelder und Salzpfannen um Umm as-Samim die wüstenartige Szenerie. Hier steckt sprichwörtlich jedes Körnchen Sand voller gelebter Geschichte. Ein echtes Highlight sind die Bienenkorbgräber der Nekropole um Amlah und Bat. Sie wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und zieren Bergrücken wie Perlenschnüre. Keine Sorge! Sie zu verfehlen ist aufgrund ihrer Charakteristik schier unmöglich. Wenn Du Dich in die Grenzregion zu Saudi-Arabien begibst, achte unbedingt auf die Wahl Deines Fahrzeuges, da das Gelände extrem schwierig befahrbar ist.

Al-Dakhiliyah – kultureller Oman zwischen Sanftmut und Wildheit

Du hast Lust auf spektakuläre Fotomotive und atemberaubende Landschaften soweit das Auge reicht? In der nördlich-zentralen Region wirst Du fündig. Der gigantische Wadi Nakhr Canyon, der sich unter der Obhut der Stadt Al Hamra erstreckt, bildet eine sensationelle Kulisse bei ausgedehnten Wanderungen on the rocks. Kilometerhoch schieben sich die mächtigen Canyon-Wände in den hitzegeschwängerten Himmel. Am Felsmassiv Jebel Shams bewegst Du Dich beim Balcony Walk am Rande des Abgrunds. Nervenkitzel pur! Für beste Sichtverhältnisse und um der glühenden Tageshitze zu entkommen, sind Touren in den frühen Morgen- und Abendstunden empfehlenswert. Während die Reflektion der Sandsteinformationen zarte Orangetöne auf Deine Haut malt, schlucken gräulich-grüne Kalksteinsedimente die heißen Temperaturen. Besichtige mit Nizwa die ehemalige Hauptstadt des Omans und lasse Dich von einzigartiger Architektur verzaubern. Bahla ist das Lehm-Mekka des Landes und sollte mit seiner Festung Hisn Tamah inmitten sanft schwingender Dattelpalmen auf keinem Tourenplan fehlen.

Al-Sharqiyah – goldener Osten, maritime Fischkulturen und das traditionelle Leben der Beduinen

Keine andere Region des Omans vereint mehr Subregionen. Vielfältige Landschaftsformen bilden ein apartes Trio, das Dir den Abwechslungsreichtum des Sultanats präsentiert. Sanddünen schieben sich einerorts in den Fokus und es bedarf angesichts der Szenerie keiner großen Vorstellungskraft, sich in das ursprüngliche Leben der Hirten hineinzuversetzen. Kamel- und Schafherden verkörpern den Alltag der Beduinen und in der Stadt Badiya trifft sich das „Who’s who“ zu regelmäßigen Pferde- und Kamelrennen. Seemännisches Flair findest Du in Al-Sharqiyah dort, wo bei einem Strandspaziergang die Wellen des Arabischen Meeres Zehen lecken und die hitzegetränkte Erde den Golf von Oman küsst. Nacht für Nacht trotzen Fischer den gewaltigen Wellen, um mit gefüllten Netzen in den Morgenstunden zurückzukehren. Was für die Einheimischen der tägliche Kampf um Einkommen ist, beschert Dir einzigartige Geschmackserlebnisse in authentischer Umgebung. Das Trio komplettiert eine rural-urbane Mischregion zwischen Küstencharme und Hirtenalltag.

Al-Wusta – geheimnisvolles Landesinneres mit Traumstränden wie aus dem Bilderbuch

Als eine der größten omanischen Regionen wird Al-Wusta von der westlichen Sandwüste Rub al-Khali, dem südlichen Bezirk Dhofar und dem Arabischen Meer im Osten gerahmt. Das smaragdgrüne Wasser des Meeres verwöhnt Deine Augen, wenn Du Dich in den Flachwasserlagunen der schlickdurchwirkten Halbinsel Bar Al Hikman aalst. Auf der unter Naturschutz stehenden Insel Masirah Island ist der Traum von einsamen omanischen Nächten so real wie nie zuvor. Sie gilt als echter Geheimtipp für arabische Sehnsüchte. Nutze die Ausläufer des Monsuns, stürze Dich ins Surf- und Kiteboard-Abenteuer, entdecke interessante Vogelarten wie die allgegenwärtigen Watvögel und grüße seltene Spezies wie die in der Kiesebene beheimatete Antilopenart Arabischer Oryx. Auf Deiner Tour kommst Du an beeindruckenden Gas- und Ölfeldern vorbei, die vom Reichtum dieser Region zeugen. Du willst Oman pur und am besten alle Inbegriffe Arabiens auf einmal? Willkommen in Al-Wusta! Mehr Abwechslung geht nicht.

Dhofar – klimatisches Phänomen im Süden zaubert einzigartige Savannenblüte

Wenn Du Einsamkeit suchst, solltest Du die südliche Region in den Sommermonaten meiden. Feine Nebelmoleküle, hervorgerufen durch einen vom Khareef-Monsun initiierten Sprühnebel, verwandeln zwischen Juni und September die Trockensavanne in einen grünen Teppich. Die Omanis feiern mit dieser zweiten Saison das langersehnte Ende der Dürreperiode und ein Trip in die Region ist entsprechend heiß begehrt. Sofern Du Dir das Spektakel nicht entgehen lassen möchtest, erwartet Dich ein fantastischer Anblick im Wind tanzender Mangobäume, Bananenstauden und Kokospalmen. Dhofar wird als „Karibik des Orients“ bezeichnet, ist aber auch Schoß des gleichnamigen Kalkstein-Gebirges mit zahlreichen Quellen. Tauche ein in die Provinz-Hauptstadt Salalah, erkunde pittoreske Bergdörfer, komme ins Gespräch mit Einheimischen und ergründe die Geheimnisse des Weihrauchbaumes. Wenn Du beschreiben müsstest, wie der Oman duftet, rangiert der Weihrauchbaum weit oben auf der Zutaten-Liste. Sein einzigartiges Aroma wird Dich auf Deiner Reise durch den Oman stets begleiten.

leladjehuti
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„Such Dir eine Aufgabe die Du liebst und Du wirst nie wieder arbeiten müssen.“ Konfuzius hat recht! Schon seit meiner Kindheit immer auf großer Fahrt von Augsburg nach Sarajevo ist diese Leidenschaft fürs Reisen bis heute geblieben. Und das obwohl... [mehr über mich]

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